Musik gestalten - Musik erleben
Die "Rudolf-Haver-Stiftung"
Die Unternehmerfamilie Haver ist mit der Geschichte des Musik-Vereins Oelde von Anfang an eng verbunden. Bereits bei der Gründung des Vereins übernahm Walther Haver, Sohn des Firmengründers und Namensgeber des Oelder Carl-Haver-Platz, den Vorsitz des neu gegründeten Vereins. Mit großem Durchhaltevermögen setzte er sich dafür ein, dass aus dem zunächst als Männerchor gegründeten Verein – trotz mancher anfänglicher Bedenken – ein gemischter Chor wurde.
Nach seinem Tod im Ersten Weltkrieg führte sein Bruder Erich Haver den Verein weiter. Er prägte dessen Geschicke bis 1933, als der Musik-Verein unter dem Druck der nationalsozialistischen Machthaber gezwungen war, seine Arbeit einzustellen – ein bitterer, im Protokoll festgehaltener Einschnitt.
Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg begann 1946 der Neubeginn. Neun Jahre später übernahm mit Rudolf Haver, einem engagierten Mitsänger, erneut ein Mitglied der Familie Haver die Verantwortung für den Verein. Der Musik-Verein lag ihm so sehr am Herzen, dass er – vorausschauend und mit großem Verantwortungsbewusstsein – eine eigene Stiftung ins Leben rief.
Aus dieser Stiftung werden bis heute, auch über seinen Tod hinaus, Konzerte des Musik-Vereins gefördert.
Für die Stadt Oelde ist dies ein außergewöhnliches Geschenk: Ohne diese nachhaltige Unterstützung wären anspruchsvolle Konzerte mit so großem Orchester auf diesem hohen Niveau in einer Stadt unserer Größe nicht möglich.
Hintergrund
Ein kurzer Hinweis für historisch Interessierte:
Den Namen Rudolf Haver werden viele Oelder Bürger noch kennen und mit der Maschinenfabrik „Haver & Boecker“ in der Oelder Innenstadt verbinden. Die uns heute bekannte Maschinenfabrik existierte zur Zeit der Gründung des Musik-Vereins im Jahr 1907 jedoch noch nicht.
Bereits 1897 siedelte die Drahtweberei der Geschäftsführer Carl Haver und Eduard Boecker von Hohenlimburg nach Oelde um. Sie erwarben ein freies Grundstück neben dem Friedhof, etwas abseits des damaligen Dorfkerns.
Die Familie Haver scheint sich schnell in Oelde eingelebt und auch gesellschaftlich Fuß gefasst zu haben. Als Walther Haver im Jahr 1907 erster Vorsitzender des neu gegründeten Musik-Vereins wurde, konnte das junge Unternehmen bereits auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken.
Die heute bekannte Maschinenfabrik entstand erst 1925 am selben Standort. Die Drahtweberei zog in den 1960er-Jahren an ihren heutigen Standort an der Ennigerloher Straße um, damit beide Sparten expandieren können.
Hintergrund
Ein kurzer Hinweis für historisch Interessierte:
Den Namen Rudolf Haver werden Oelder Bürger zunächst mit der Maschinenfabrik „Haver & Boecker“ verbinden. Die heute bekannte Maschinenfabrik in der Oelder Innenstadt existierte zur damaligen Zeit (also 1907) aber noch nicht. Die aus Hohenlimburg nach Oelde umgezogene Drahtweberei ist zunächst an diesen Standort gezogen und feierte dort gerade erst ihr zehnjähriges Bestehen. Die Maschinenfabrik wurde erst 1925 gegründet; die Drahtweberei bezog ihren heutigen Standort an der Ennigerloher Straße in den 1960er Jahren.
